Saisonrückblick 2024/2025 - Livia Rossi
Nach einer intensiven Vorbereitung startete ich Ende November in mein erstes Rennen der Saison. Ein besonderer Moment, denn aufgrund meiner Verletzungen konnte ich fast zwei Jahre lang keine Wettkämpfe bestreiten. Es war ein unglaubliches Gefühl, wieder am Start zu stehen und die harte Arbeit der letzten Monate hat sich endlich ausgezahlt. Im Dezember begann dann die Europacup Saison mit zwei Abfahrten in St. Moritz. Im ersten Rennen belegte ich den 23. Platz, im zweiten Rennen konnte ich mich auf Rang 15 verbessern.
Mitte Januar folgte eine erfolgreiche Europacup Woche: In der Abfahrt von Zauchensee fuhr ich zwei Mal auf den 8. Platz. Im Super-G verpasste ich mit Rang 4 nur knapp das Podium. Diese Rennen stellten den Wendepunkt meiner Saison dar – sie gaben mir viel Vertrauen und das Gefühl, wieder ganz da zu sein. Mit dieser positiven Energie gewann ich wenig später den FIS Super-G in Brigels und den FIS Riesenslalom bei meinen Heimrennen im Hoch-Ybrig. Danach folgten Europacup Super-G Rennen in Italien. In Bardonecchia erreichte ich die Plätze 6 und 8, sicherte mir wertvolle Punkte für die Gesamtwertung und festigte meine Position in den Top 10.
Dank meiner konstant guten Leistungen wurde ich für die Weltcup Rennen in Kvitfjell aufgeboten – mein absolutes Saison Highlight! An diesen Rennen sammelte ich wertvolle Erfahrung im Weltcup. In der ersten Abfahrt belegte ich mit einer engagierten Fahrt den 37. Platz. In der zweiten Abfahrt war ich mit Top Zwischenzeiten unterwegs, schied jedoch leider aus. Mitte März fanden dann die letzten Europacup Rennen wiederum in Kvitfjell statt. In der Gesamtwertung der Europacup Saison klassierte ich mich auf Platz 11 in der Abfahrt und Platz 10 im Super-G. Ich bin überglücklich über meine beste Europacup Saison meiner Karriere und stolz darauf, wie konstant ich meine Leistungen abrufen konnte.
Für die letzten Rennen der Saison reiste ich an die Schweizermeisterschaften in Zinal. Leider bin ich im Abfahrtsrennen gestürzt und habe mir eine Verletzung am unteren Sprunggelenk zugezogen. Die Frakturen mussten operiert werden und wenn alles gut verläuft, kann ich nach etwa vier Monaten wieder auf die Ski zurückkehren. Dieser Winter hat mir sehr viel Motivation gegeben, um auch diesen Rückschlag zu meistern. Ich muss zwar einen Umweg nehmen, um mich auf die kommende Saison vorzubereiten, aber ich freue mich jetzt schon auf den Moment, wieder am Start zu stehen.